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Lernen und Lerntheorien

Der Mensch ist ein Lernwesen. Da sein Verhalten nicht (oder nur in geringem Maße) durch Instinkte vorgeprägt ist, spielen Lernprozesse in seiner Entwicklung eine überaus bedeutende Rolle. Der Mensch muss (im Gegensatz zum Tier) die Verhaltensweisen, die für sein Leben in der Gesellschaft notwendig sind, erst erlernen. Er hat jedoch aufgrund seiner enormen Lernfähigkeit die Möglichkeit, immer wieder neue Verhaltensweisen zu lernen, unangemessenes Verhalten zu verändern und sich immer wieder neuen Situationen anzupassen.

Der Mensch lernt sein ganzes Leben.
Sobald beim Säugling aufgrund der fortschreitenden Gehirnentwicklung spontan neue Verhaltensansätze auftreten (Motorik, Lautbildung), setzen bereits Lernprozesse ein. Es scheint besonders wichtig zu sein, dass diese Lernprozesse im sozialen Kontext stattfinden. Das Kind lernt laufen und sprechen, es lernt, Gefühlsbindungen zu anderen Personen einzugehen. Es lernt den Umgang mit sich selbst, seinen Gefühlen und Bedürfnissen, und den Umgang mit anderen Menschen.
Aber auch beim Erwachsenen hört das Lernen nie auf. Auch wenn er sich im Laufe seines Lebens ein umfassendes Verhaltensrepertoire angeeignet hat, kommt er immer wieder in Situationen, in denen sich die alten Verhaltensmuster als ungeeignet erweisen und verändert oder ergänzt werden müssen. Weiterentwicklung heißt Lernen, hinter jeder Erfahrung steht ein Lernprozess.

Ihre praktische Anwendung finden die Lerntheorien vor allem in zwei Bereichen, in der Pädagogik (Erziehung und schulisches Lernen) und in der Verhaltenstherapie.

 

 

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